Espressobohnen

Espresso ist eine aus Italien stammende besondere Art der Kaffeezubereitung. Dabei wird heißes Wasser mit hohem Druck durch äußerst fein gemahlenen Kaffee aus besonders dunkel gerösteten Kaffeebohnen gepresst.

Die Espresso Bohnen werden deshalb dunkler geröstet als Bohnen für normalen Kaffee, weil Espresso unter Druck zubereitet wird. Auf diese Weise wird im Vergleich zu den Methoden der Kaffeezubereitung, die ohne Druck arbeiten, die natürliche Säure der Kaffeebohne übermäßig schnell herausgelöst.Dadurch würden Espresso Bohnen, die nicht länger als normale Kaffeebohnen geröstet werden würden, sauer schmecken. Um einen derartig unangenehmen Geschmack der Espresso Bohnen zu verhindern und weil die Espresso Bohnen während des Röstens ständig an Säure verlieren, ist es üblich, die Espresso Bohnen länger zu rösten. Diese dunkle Röstung der Espresso Bohnen verleiht dem fertigen Espresso mehr Körper, das heißt er hinterläßt dann im Mund einen volleren und schwereren Geschmack. Leider hat die längere Röstung der Espresso Bohnen den Nachteil, dass die Komplexität der Aromen darunter leidet. Die Kunst des Röstens von Espresso Bohnen besteht daher darin, jeweils ein ideales Gleichgewicht zwischen Säure, Körper und Aroma zu finden - für jede Sorte oder Mischung von Espresso Bohnen.

Glücklicher Weise verlieren die Espresso Bohnen durch die dunkle Röstung nicht ihren Koffeeingehalt. Zwar enthält Espresso an sich weniger Koffein als Bohnenkaffee, wenn für beide die gleiche Menge an Kaffeemehl verwendet wird, da man aber zur Zubereitung von Espresso weniger Wasser verwendet, so ist sein relativer Koffeingehalt dennoch höher.

Zudem hängt die Qualität eines Espressos von verschiedenen Kriterien ab:

  1. Der Mischung - der Auswahl der Espresso Bohnen,
  2. Der Menge - der richtigen Menge an Pulver aus Espresso Bohnen ,
  3. Dem Mahlgrad - der richtigen, nicht zu groben, nicht zu feinen Zermahlung der Espresso Bohnen,
  4. Der Maschine - die die richtige Temperatur des Wassers und den richtigen Druck des Wassers liefert,
  5. der Qualität (unter anderem dem Härtegrad) des Wassers.

Vollautomaten sind Kaffeemaschinen, die über ein komplettes Zubereitungssystem aus Stampfbehälter, Mühle, Pumpen und Membranen verfügen. Diese Maschinen entnehmen die Espresso Bohnen aus einem Behälter, mahlen sie, pressen das Espressopulver und brühen es auf. Im Normalfall haben sie keinen Siebträger wie normale Espressomachinen. Die meisten Vollautomaten verfügen über ein modernes technisches Design.

Es wird unterschieden zwischen Einkreis- und Zweikreis-Maschinen. Einkreis-Maschinen haben lediglich einen Wasserweg. Bei diesen Vollautomaten muss die Temperatur zwischen Brühwasserbezug und Dampfbezug umgeschaltet werden. Dies führt dann leider zu Wartezeiten durch Aufheizen beziehungsweise Herunterkühlen. Zweikreiser dagegen nennen je einen eigenen Kreislauf für Dampf und Brühwasser ihr eigen. Auf diese Weise können sie gleichzeitig sowohl das Brühwasser als auch den Dampf zum Milchschäumen beziehen.

Vollautomaten erlauben es leider meist nicht, aus wirklich anspruchsvollen Espresso Bohnen, bei denen es auf das exakten Mahlgrad und die Temperatur des zum Aufbrühen verwendeten Wassers ankommt, einen guten Espresso zu brühen. Daher muss in diesen Fällen das Augenmerk auf die Auswahl der Espresso Bohnen gerichtet werden: Die allgemeine Erfahrung ist, dass man keine caramelisierten Espresso Bohnen verwenden sollte, weil die Zuckerzusätze der Bohnen mit der Zeit das Mahlwerk verkleben, und, dass es mit der richtigen (eher milden) Sorte von Espresso Bohnen auch mit einem Vollautomaten möglich ist, einen leckeren Espresso zu zaubern.

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